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Archäologischer Fund im Riedelhof

Archäologie ist nicht nur spektakuläre Suche nach Zeugnissen unserer Vorfahren in den Wiegen der Menschheit oder in den Tiefen des Meeres. „Schätze" können auch in einem alten obervogtländischen Bauernhaus gefunden werden, wenn man sie nur zu erkennen weiß und sie zum Sprechen bringt. Das Kleine, das Unscheinbare hat oft einen großen Aussagewert! Bei Bauarbeiten kamen im Riedelhof Eubabrunn Scherben zutage, aus denen Fachleute in Plauen drei Gefäße teilrekonstruierten. Wahrscheinlich stellten sie Töpfer aus dem böhmischen Wildstein zu Beginn des 17. Jahrhunderts her. Das ist nicht weiter verwunderlich, verläuft doch nur etwa einen Kilometer vom Fundort entfernt die Grenze zum Nachbarland Tschechische Republik. Die Beziehungen zum Egerland waren wirtschaftlich und kulturell sehr eng. Um 1600 war auch die Zeit der Wiederbesiedelung der Wüstungen Eubabrunn und Wernitzgrün.


Das Band der volkskundlichen Deutung des Bodenfundes reicht vom „Herdopfer, Bauopfer, bis hin zu Nachgeburtsbestattungen". Mit eindeutiger Sicherheit lässt sich keine der Möglichkeiten beweisen. Glücklicherweise ist der erdige Inhalt der Gefäße mit geborgen worden. Durch komplizierte Verfahren ließen sich vielleicht Hämoglobin und Cholesterin darin nachweisen und wäre der Befund positiv, würde er die Theorie der Nachgeburtsbestattung unterstreichen. Diese Untersuchungen stehen jedoch noch aus. Einige Indizien lassen die Vermutung zu, die Wiederbesiedler der beiden wüsten Ortschaften wären als Glaubensflüchtlinge aus Kämten gekommen. Brachten sie etwa den rituellen Umgang mit Nachgeburten von dort mit? Viele Fragen bleiben freilich noch unbeantwortet, doch es ist ein sehr schöner Bodenfund mit interessantem volkskundlichen Hintergrund und vor allem der erste registrierte archäologische Fund in einem obervogtländischen Bauernhaus überhaupt. Mit der Nummer 54250 01 bereichert er die Karte „Archäologische Denkmale in Sachsen".

 

Reste des Fundes können im Riedelhof besichtigt werden.

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